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Neuigkeiten

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Beachtliche Artenvielfalt entlang des Depotweges

In der Schutzverordnung der Gemeinde Arth sind ca. 30 Naturschutzzonen lagemässig definiert. Diese Naturschutzzonen werden durch die Gemeinde jährlich mit Beitragsleistungen finanziell unterstützt. Eine der Naturschutzzonen befindet sich entlang des Depotweges zwischen den Geleisen des Bahnhofes und dem Tierpark Arth-Goldau. Die sehr steile, südexponierte Wiese grenzt an einen buchtigen Waldrand und eine lange Trockensteinmauer. Die Schutzzonenüberwachung wird extern durch das Büro suisseplan Ingenieure AG, Luzern im Auftrag der Gemeinde begleitet.

Im Jahr 2009 wurde dieser Trockenstandort in einem umfangreichen Projekt aufgewertet. Neben dem Wiederaufbau der zerfallenen Trockensteinmauer wurden Buchten in den breiten Gebüschwald geschlagen und die Wurzelstöcke entfernt, damit die Flächen gemäht werden können. Diesen aufwändigen Ersteingriff hat Pro Natura Schwyz angestossen, umgesetzt und mitfinanziert. Seither werden die steilen Wiesen jährlich durch Mitarbeitende des Tierparks Goldau gemäht. Diese Pflege ist notwendig, da sonst die wertvollen Wiesen in kürzester Zeit von Gehölzen überwachsen würden.

Nach vielen Jahren fachgerechter Pflege durch den Tierpark Goldau haben Mitarbeitende der suisseplan Ingenieure AG raum + landschaft diesen Sommer eine Vegetationskartierung durchgeführt. Erfreulicherweise gedeihen auf der Fläche bereits gegen 90 verschiedene Pflanzenarten, darunter auch seltene Arten wie der Dürrwurz-Alant oder die Wald-Platterbse. Dieser Artenreichtum kann mit dem aussergewöhnlich milden Klima begründet werden, welches in der Naturschutzzone herrscht. Von diesem Klima profitieren auch die zahlreichen Mauereidechsen, welche die Trockensteinmauer als Versteck und Aufwärmplatz nutzen.

Eine faunistische Erfolgskontrolle im Jahr 2017 zeigte, dass auf der Fläche noch weit seltenere Tierarten vorkommen. Es sind dies beispielsweise die Schlingnatter oder der Mauerfuchs – ein Tagfalter, der sich gerne an Waldrändern aufhält. Im Bericht zur Erfolgskontrolle gelang man allerdings auch zum Fazit, dass sich die Aufwertung noch nicht im erhofften Mass auf die Fauna ausgewirkt hat und es noch Zeit und Geduld benötigt, bis die Wiesen von weiteren Arten besiedelt werden.

Auch in Zukunft wird die Entwicklung dieser Naturschutzzone aktiv weiterverfolgt. Damit bleibt gespannt abzuwarten, welche Arten den Lebensraum in Zukunft noch erobern werden.


Farbenfohe Blütenpracht
Farbenfohe Blütenpracht

Datum der Neuigkeit 22. Aug. 2018