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15.06.2019 22:50:00


Zukunft Arth-Goldau: Raum für Entwicklung


Zukunftsbild
Zukunftsbild


Beschreibung

Was sind die Ziele und Inhalte der Strategie?
Mit der Strategie hat die Gemeinde Arth ein Ziel vor Augen: Sie will Arth-Goldau fit für die Zukunft machen und dabei das Gebiet rund um den Bahnhof gezielt entwickeln. Die Strategie umfasst vier Stossrichtungen: den Bahnhofplatz als Verkehrsdrehscheibe und Adresse der Gemeinde neugestalten, auf dem Areal Bahnhof Süd Platz für Arbeiten und Wohnen schaffen, die neue Groberschliessung „Schuttweg“ realisieren und bahnhofsnahe Quartiere aufwerten. Von der Umsetzung der Strategie werden alle - Arth, Oberarth und Goldau – profitieren, z.B. dank verbesserter ÖV-Anbindungen oder neuer Arbeitsplätze. Erste grobe Schätzungen gehen davon aus, dass im Bahnhofsgebiet bis 2030 Platz für 700 bis 1300 Arbeitsplätze und für 500 Einwohner geschaffen werden kann. Sofern der östliche Arealteil nach 2035 frei würde, könnten es nochmals weitere 700 bis 1300 Arbeitsplätze und 400 Einwohner sein. Mit der Strategie, welche der Gemeinderat im Dezember 2017 verabschiedet hat, gibt er die seit langem geforderte Antwort auf eine zukunftsgerichtete und koordinierte Planung. Zentraler Bestandteil der Strategie ist ein Massnahmenpaket, welches eine baldige Umsetzung der Strategie vorsieht.

Strategie
Massnahmenpaket

Wie wurde die Strategie erarbeitet?
Dem Gemeinderat Arth war es ein wichtiges Anliegen, die Strategie nicht im „stillen Kämmerlein“ zu erarbeiten. Deshalb hat er seit Sommer 2016 den Dialog gesucht und in intensivem Austausch mit den wichtigsten Anspruchsgruppen die Strategie entwickelt. Insgesamt fanden fünf Workshops statt, an denen jeweils 24 Vertreterinnen und Vertreter des Gewerbes, des Quartiers, der Grundeigentümer etc. teilnahmen und aktiv mitwirkten.

Parallel dazu hat der Gemeinderat zu vier öffentlichen Informationsveranstaltungen eingeladen, um jeweils über den aktuellen Stand der Erarbeitung der Strategie zu informieren. Diese Anlässe sind jeweils auf grosses Interesse gestossen und waren sehr gut besucht. Zudem konnte die Bevölkerung im Rahmen von zwei öffentlichen Mitwirkungsrunden der Gemeinde schrifltlich Rückmeldungen zur Strategie geben. Sämtliche Rückmeldungen hat der Gemeinderat intensiv geprüft und nach Möglichkeit in der Strategie berücksichtigt.

Ein wichtiger Bestandteil ist die Neugestaltung des Bahnhofplatzes, zu welcher am runden Tisch eine mehrheitsfähige Lösung gefunden wurde. Die grosse Bedeutung der neuen ÖV-Drehscheibe unterstreicht auch das kantonale „ÖV-Konzept 2020+“, von dem die Gemeinde Arth und die gesamte Region dank besseren Anschlüssen massgeblich profitieren wird.

Mit welchen Massnahmen wird die Strategie umgesetzt?
Die vier Stossrichtungen der gesamten Strategie hängen eng miteinander zusammen. Damit die Stossrichtungen auch konkret umgesetzt werden können, sind knapp 30 Realisierungsprojekte geplant, davon 20 mit Priorität bis 2020. Diese Projekte sind voneinander unabhängig konzipiert, so dass allfällige Verzögerungen nicht die ganze Strategie in Frage stellen.

Welche Bedeutung hat die Strategie?
Mit der NEAT-Volleröffnung Ende 2020 wird das Bahnhofsgebiet Arth-Goldau zum wichtigsten ÖV-Knotenpunkt im inneren Kantonsteil. Mit grosser Freude hat eine Vertretung des Schwyzer Regierungsrat bei seinem Besuch im Spätsommer 2017 festgehalten, dass der Gemeinderat Arth - in kooperativer Zusammenarbeit mit dem Kanton - eine Entwicklungsstrategie erarbeitet hat, die umfassend, fachlich wie inhaltlich durchdacht ist. Die Strategie mit den vier Stossrichtungen stellt aus Sicht des Kantons genau zum richtigen Zeitpunkt die Weichen für die Zukunft. Deren Umsetzung stärkt wirtschaftlich nicht nur Arth, sondern die gesamte Region und den Kanton bezüglich ÖV-Erschliessung, Schaffen von neuen Arbeit- und Ausbildungsplätzen und der Bereitstellung von attraktivem Wohnraum.

Was sind die Auswirkungen auf das neue ÖV-Konzept 2020+?
Durch das Engagement des Kantons in die Neat-Fahrplanplanungen konnte der Halt sämtlicher Intercity- und Eurocityzüge in Arth-Goldau gesichert werden. Dies bringt Arth-Goldau halbstündliche schnelle Direktverbindungen nach Zug – Zürich und ins Tessin. Die beiden Dörfer Arth und Oberarth werden neu in Arth-Goldau an das halbstündliche Bahnangebot in alle Richtungen angeschlossen. Durch den Ausbau und die Umgestaltung des Busangebots vom Schwyzer Talkessel nach Arth-Goldau entstehen zudem halbstündliche, direkte Busverbindungen nach Schwyz Zentrum. Die fünf Buskanten am Bahnhof Arth-Goldau sichern die öV-Erschliessung langfristig.

Aufwertung Bahnhofplatz Goldau
Ein zentrales Anliegen besteht darin, den Bahnhofplatz nebst seiner Funktion als Verkehrsdrehscheibe zu einem gut gestalteten, repräsentativen Ankunfts- und Umsteigeort mit Aufenthaltsqualität und Identität aufzuwerten. Die Platzgestaltung und -möblierung sowie die Bedachung des Busbahnhofs sollen dem Bahnhofplatz eine unverwechselbare Erscheinung verschaffen. Die Publikation der Generalplanersubmission "Aufwertung Bahnhofplatz, Goldau" erfolgte im Amtsblatt vom 9. Februar 2018 und auf der Internetplattform simap.ch. Der Gemeinderat hat den Zuschlag für das Generalplanermandat für die Erarbeitung des Vor- und Bauprojekts mit Option für die nachgelagerte Ausführungsplanung und Realisierung der Neugestaltung des Bahnhofplatzes an die Bietergemeinschaft "ARGE Goldau+", c/o Gruner Berchtold Eicher AG, Zug, erteilt. Die Arbeitsvergabe erfolgte vorerst für die Leistungen bis zur Gemeindeversammlung bzw. Urnenabstimmung.

Aufgrund der kantonalen Bedeutung des Bahnhofs Arth-Goldau hat der Regierungsrat der Gemeinde Arth eine Kostenbeteiligung des Kantons an der beitragsberechtigten Investitionssumme der Busdrehscheibe Arth-Goldau in Aussicht gestellt.

Um die Strategie griffiger zu kommunizieren, hat sich der Gemeinderat für einen neuen Projekttitel ausgesprochen: „Zukunft Arth-Goldau: Raum für Entwicklung“

Flyer "Zukunft Arth-Goldau: Raum für Entwicklung"

 

Aktueller Stand - Die Umsetzung der Strategie ist auf Kurs, der Kanton zieht mit

Im März 2018 hat der Gemeinderat von Arth die Bevölkerung und interessierte Kreise an mehreren Anlässen und via verschiedene Kanäle (z.B. Info-Flyer für alle Haushalte, Info-Plakate an zentralen Orten, Sprechstunden etc.) über seine Strategie für das Bahnhofsgebiet Arth-Goldau informiert: Er will dieses Gebiet zu einem lebenswerten Begegnungsort mit modernen Arbeitsplätzen, interessantem Tourismus- und Bildungsangebot sowie mit attraktivem Wohnraum aufwerten. Der Bahnhofplatz als Verkehrsdrehscheibe und Visitenkarte soll dabei neu gestaltet werden, eine neue Strasse zum Gebiet Bahnhof-Süd soll den Verkehr aufnehmen und die umliegenden Quartiere damit entlasten. Die Projektierung konkreter Massnahmen läuft bereits seit mehreren Monaten.

 

Bahnhofplatz: Baukredit wurde genehmigt
Ein ausgearbeitetes Bauprojekt und zugehöriger Kostenvoranschlag liegen vor. Am 2. April 2019 fand eine Informationsveranstaltung statt. Am 19. Mai 2019 hat das Stimmvolk dem Projekt zugestimmt. Link zum Ergebnis

Die verschiedenen Bewilligungsverfahren werden eingeleitet.

Informationen zum Bahnhofplatz

Neue Erschliessungsstrasse «Schuttweg»: Vorprojekt abgeschlossen
Das Vorprojekt mit Kostenschätzung zum «Schuttweg» konnte im Juni 2018 abgeschlossen werden. Aufgrund des vehementen Widerstands privater Grundeigentümer wurde eine alternative und wesentlich aufwendigere Anschlussvariante an die Gotthardstrasse detailliert auf ihre Machbarkeit hin geprüft. Ziel der neuen Erschliessungsstrasse ist, das Oberdorf vom zu erwartenden Mehrverkehr zu entlasten.

Bahnhof Süd: Umzonung erster Areale ist in Vorbereitung
Auch die Planung für die Südseite des Bahnhofsgebiets kommt zügig voran. Der nächste grosse Meilenstein, auf den die Projektverantwortlichen hinwirken, ist die Umzonung der Areale RigiBahnen, Luxram/KAGO und SBBsüdwest/Kaufmann/Curiger. Absicht dieser Arealentwicklungen ist vor allem, Raum für den Ausbau der Tourismusangebote und die Ansiedlung von Arbeitsplätzen zu schaffen.

Campus PHSZ/BBZG: Masterplan erarbeitet
Angestossen von der Planung der neuen Schuttstrasse hat sich das kantonale Hochbauamt Gedanken dazu gemacht, wie auf dem Schulareal längerfristig bis zu mehr als 50 Prozent mehr Schüler und Studierende ausgebildet werden können. Der dafür entwickelte Masterplan sieht einen kompakten Campus mit kurzen Wegen vor, was verschiedene Flächenarrondierungen sowie Waldrodungen und -wiederaufforstungen bedingt. Der Masterplan wird laufend mit dem Schuttweg-Projekt koordiniert. Die dafür notwendigen Nutzungsplan-Anpassungen sollen zum gegebenen Zeitpunkt zur öffentlichen Auflage kommen.


Links:
Botschaft Planungs-Rahmenkredit (Urnenabstimmung vom 27. November 2016)
Botschaft Zusatzkredit (Urnenabstimmung vom 10. Februar 2019)
Botschaften Bahnhofplatz Arth-Goldau (Urnenabstimmung vom 19. Mai 2019)



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